Ein Glaukom, das allgemein auch als Grüner Star bezeichnet wird, geht oft mit einem erhöhten Augeninnendruck einher. Wir schreiben oft, denn es gibt viele Fälle, bei denen der Augeninnendruck nicht erhöht ist. In den Fällen, in denen kein erhöhter Augeninnendruck nachweisbar ist, geht man von einer Durchblutungsstörung des Sehrnerves aus.

Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag nicht aufzeigen, welche Mittel die evidenzbasierte Medizin bereit stellt. Insbesondere wollen wir nicht auf die Wirkung und Nebenwirkungen von Medikamenten eingehen. All das kann Ihnen ein Arzt sicher besser darlegen. Wir möchten Ihnen alternative Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und Ihnen so andere Wege ermöglichen. Wege, die Sie auch gut mit Ihrem behandelnden Arzt gehen können. Gerne stehen wir Ihnen dabei beratend zur Seite und helfen Ihnen als ganzheitlicher Optiker.

Zwei Pflanzen, die den Augeninnendruck senken

Wir möchten Ihnen 2 Pflanzen vorstellen, die nicht nur Ihren Augeninnendruck senken können, sondern auch die Durchblutung Ihres Sehnerves positiv beeinflussen.

Cannabis

Dr. Robert Hepler und Ira Frank untersuchten in den 70-er Jahren, welche Wirkung das Rauchen von Cannabis auf 11 freiwillige Versuchspersonen hatte. Dabei stellten sie fest, dass der Augeninnendruck im Mittel um 25% abnahm. Die Wirkung trat bereits nach einer Stunde ein. Allerdings zeigten die untersuchten Personen sehr unterschiedliche Ergebnisse. Die höchste Augeninnendrucksenkung lag bei 45%.

In der Folge gab es viele weitere Studien, welche die Entdeckung von Hepler und Frank untermauerten. Es stellte sich jedoch auch heraus, dass Cannabis mehrmals am Tag eingenommen werden muss. Andernfalls konnte der Augeninnendruck nicht konstant gesenkt werden.
Glücklicherweise reichten für viele Glaukompatienten bereits geringste Mengen um die gewünschte Wirkung zu erzielen. So konnte eine Behandlung nahezu nebenwirkungsfrei erfolgen.

Dabei setzt Cannabis an verschiedenen Stellen an. Es reduzierte sowohl das Kammerwasser, das für einen erhöhten Augeninnendruck verantwortlich ist.
Vergrössert den Abfluss des Kammerwassers und erhöht die Durchblutung des Sehnerves. Als Grund wurden natürlich vorkommende Cannabinoidrezeptoren im Auge und auf den Blutgefäßen ausgemacht. Darüber hinaus konnte man andere nervenschützende Eigenschaften nachweisen.

Leider ist eine Behandlung nicht immer möglich. Es bedarf einer Ausnahmegenehmigung um legal eine Anwendung durchführen zu können. Eine Behandlung erfolgt über viele Jahre, was zu weiteren Schwierigkeiten in der Umsetzung führen kann. Da nachgewiesen wurde, dass durch Cannabis die Sehkraft von Glaukompatienten erhalten wurde, die auf konventionelle Behandlungen nicht ansprachen, gibt es Betrebungen, auf der Grundlage von Cannabis Alternativen zu schaffen. So arbeitet man daran, Augentropfen auf der Basis von Anandamiden, eine Gruppe von Endocannabinoiden, zu entwickeln, die in ersten Versuchen sehr erfolgreich getestet wurden.

Amla

Neben Cannabis gibt es andere Pflanzen, die den Augeninnendruck senken können. So nutzt man in der Ayurveda Amla-Saft.
Die Augen werden mit Amla-Saft ausgewaschen. Gleichzeitig wird eine Mischung aus Honig und Amla-Saft eingenommen. Der Honig darf nicht erhitzt werden!
Der Augeninnendruck soll auf diese Weise nachhaltig gesenkt werden können. Ein Ayurvedaarzt sollte sie bei der Behandlung begleiten. Wenn Sie Hilfe bei der Suche nach einem Ayurvedaarzt benötigen, können Sie sich an uns wenden.

Natürlich stehen wir Ihnen auch als ganzheitlicher Optiker zur Seite. Rufen Sie uns an und besuchen uns nach Terminabsprache in unserem Optikzentrum oder nutzen Sie unseren Service “Brille mobil”, mit dem wir zu Ihnen vor Ort kommen.