Spricht man davon, eine Kurzsichtigkeit heilen zu wollen, kommt bei vielen Menschen Skepsis auf. Dabei sind bestimmte Formen durchaus heilbar.

Eine Kurzsichtigkeit bezeichnet in der Regel eine strukturell bedingte Fehlsichtigkeit, bei der der Brennpunkt vor der Netzhaut liegt. Weit entfernte Objekte werden unscharf wahrgenommen, während nahe Objekte sehr gut gesehen werden können. Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Brechkraft der Linse und der Länge des Augapfels.

In der ganzheitlichen Optik unterscheidet man zwischen einer strukturellen und einer funktionalen Kurzsichtigkeit. Wobei die strukturelle der funktionalen Form folgt.

Eine strukturelle Kurzsichtigkeit liegt beispielsweise vor, wenn Sie von Geburt an kurzsichtig sind. Grund ist meist ein zu langer Augapfel. Die funktionale Form liegt in der Regel vor, wenn sich im Laufe der Kindheit diese Fehlsichtigkeit entwickelt. Möchte man diese Fehlsichtigkeit heilen, sollte man beide Formen unterscheiden. Erstere lässt sich kaum heilen. Letztere ist heilbar.

Allerdings sollte man beachten, dass eine strukturelle einer funktionalen Kurzsichtigkeit folgt.

Als Ursache kristallisieren sich zunehmend zwei Ursachen heraus. Einerseits ein permanenter Nahstress, andererseits eine Entzündung.

Funktionale Kurzsichtigkeit durch Vorliegen einer chronischen Entzündung

In einer Studie wies man die Wirkung von minimalen Gaben Atropins bei der Behandlung einer funktionalen Kurzsichtigkeit nach. Allerdings blieb erst einmal unbekannt, worauf die Wirkung von Atropin begründet war. Wir schrieben darüber im Artikel: Studie zur Behandlung der Myopie durch Atropin. Man nahm an, dass Atropin den Parasympathikus hemmt und so Verspannungen löst. Im Juli 2016 wies man jedoch nach, dass eine funktionale Kurzsichtigkeit meist mit einer chronischen Entzündung einhergeht. Das Atropin in der vorausgegangenen Studie hemmte also sowohl den Parasympathikus als auch die Entzündung und verhinderte so das Fortschreiten der Fehlsichtigkeit. Eine Erkenntnis, die man so auch schon bei unseren alten Heilkundigen findet. Denn Kräuter, die sie bei schlechter Sicht in die Ferne empfahlen, zeigen entzündungshemmende Wirkung.

Kurzsichtigkeit durch Nahstress

Kinder können neben einer Entzündung durch Fehlverhalten kurzsichtig werden und diese Fehlsichtigkeit kontinuierlich verstärken.

Studien aus Asien weisen, neben der massiven Zunahme an Kurzsichtigen, auf einen nicht zu betreitenden Zusammenhang zwischen Fehlverhalten und Kurzsichtigkeit hin. Die Ursache besteht in einem Nahstress, der durch eine “moderne” Lebensweise ausgelöst wird. Um diesen Nahstress zu reduzieren, passt sich das kindliche System an. Die Sicht in die Ferne wird schlechter und die Minuswerte steigen an.

Funktionale Kurzsichtigkeit heilen

Die Behandlung einer Kurzsichtigkeit sollte immer ganzheitlich erfolgen. Die Beseitigung einer eventuell bestehenden Entzündung ist ebenso wichtig, wie die Vermeidung von Nahstress. In vielen Fällen führt bereits die Behandlung einer bis dahin unentdeckten Entzündung zur Verhinderung einer weiteren Progression.

Zur Beseitigung von Nahstress gibt es mehrere Behandlungsansätze, die sehr individuell auf die zu behandelnde Person angepasst werden. So kann neben einem Augentraining mit eine Entspannungsbrille notwendig sein. Diese Entspannungsbrille stellt oft jedoch das genaue Gegenteil der in der klassischen Optik verschriebenen Minusgläser dar.

Eine Entspannungsbrille deckt jedoch immer nur einen Teil der Behandlung ab. Sie wird in unserem Hause immer mit einem Augentraining, Entspannungsübungen und Empfehlungen zur Änderung der Lebensweise verbunden. Die Einhaltung von längeren Auszeiten in der Benutzung von Computer, Fernseher, Büchern oder Smartphone sollte selbstverständlich sein.

Grundsätzlich ist eine gesunde Ernährung, bei der Zucker möglichst eingeschränkt werden sollte förderlich. Für Fragen oder eine begleitende Behandlung einer funktionalen Kurzsichtigkeit rufen Sie uns bitte an und vereinbaren einen Termin. Wir kommen gerne zu Ihnen.